Referenz

Struktur eines Minecraft-Resource-Packs

Wenn ein Pack wächst, kommt Verwirrung oft früher als Ordnung. Texturen landen im falschen Ordner, Modelle zeigen auf die falschen Dateien, Rüstungslayer bekommen unklare Namen und neue item definitions aus 1.21.4 vermischen sich mit alten Gewohnheiten. Diese Seite ist als schnelle Arbeitskarte gedacht: wohin Dateien gehören, wie man sie benennt und welche Struktur heute sauber bleibt.

Die wichtigsten Ordner

Der größte Teil der praktischen Arbeit dreht sich um ein paar wenige Verzeichnisse. Wenn du eine Blockseite austauschst, ein benutzerdefiniertes Item anlegst, einen Blockstate verdrahtest oder Rüstungslayer exportierst, sind das die Pfade, die du zuerst brauchst.

TypPack-PfadBeispiel
Item-Texturassets/minecraft/textures/itemdiamond_sword.png
Block-Texturassets/minecraft/textures/blockoak_planks.png
Item-Modellassets/minecraft/models/itemcustom_diamond_sword_1.json
Blockstateassets/minecraft/blockstatescrafting_table.json
Rüstungslayerassets/minecraft/textures/models/armordiamond_layer_1.png
Item-Definition 1.21.4+assets/minecraft/itemsdiamond_sword.json

Was sich ab 1.21.4 ändert

Viele ältere Tutorials gehen noch davon aus, dass jede Logik eines benutzerdefinierten Items in models/item und seinen overrides bleibt. Das reicht heute nicht mehr. In neueren Versionen haben item definitions ihren eigenen Platz in assets/minecraft/items. Dadurch wird die Struktur klarer: Textur, Modell und Item-Definition sind verwandte, aber getrennte Ebenen.

Die alten Ordner bleiben wichtig. Texturen liegen weiterhin unter textures, Modelle werden weiterhin gebraucht. Aber wer für 1.21.4+ arbeitet, fährt besser, wenn das Pack nicht nur als eine einzige Override-Kette gedacht wird.

Ein praktischer Bauablauf

Saubere Packs entstehen meist in derselben Reihenfolge. Erst wird das PNG erstellt oder exportiert. Dann landet es im richtigen Ordner. Danach kommt das Modell oder die item definition. Erst dann wird getestet. Wenn diese Reihenfolge fehlt, wächst das Pack schnell zu einem Stapel fast gleicher Dateinamen und widersprüchlicher Pfade.

  1. PNG vorbereiten.
  2. Im richtigen Texturordner ablegen.
  3. Das Modell-JSON erstellen oder anpassen.
  4. Bei 1.21.4+ die Datei in assets/minecraft/items ergänzen.
  5. Das Ergebnis im Generator oder im Spiel testen.

Typische Fehler bei Namen und Pfaden

Die häufigsten Probleme sind simpel: Ein Block wird wie ein Item benannt. Ein JSON zeigt auf item/foo, während das PNG eigentlich unter textures/block liegt. Dateinamen enthalten Leerzeichen oder Großbuchstaben. Oder der Pfad existiert zwar, aber nicht in der Form, die im Modell referenziert wurde. Die sicherste Gewohnheit bleibt: nur Kleinbuchstaben, Unterstriche und möglichst derselbe Namensstamm für zusammengehörige Dateien.

Wohin danach

Wenn du nur die Ordnerkarte brauchtest, reicht diese Seite schon. Wenn du gerade wirklich an einem Pack baust, sind als Nächstes meist der Guide zum Pack-Generator, der Artikel zu CustomModelData und die Migrationshinweise für 1.21.4 am hilfreichsten. Dort wird aus dieser Struktur ein echter Workflow.